Kanada – Von Osten in den Westen

eine live Panorama-Show von Gerhard Freitag

 

Mittwoch, 20. März 2024 um 19:30 Uhr in Adelberg,
Ev. Gemeindehaus, Friedhofstr. 4

 

Rückblick

 

Auch der dritte Vortragsabend des NABU in diesem Jahr, diesmal zusammen mit dem Albverein veranstaltet, war wieder sehr gut besucht.

 

Herr Freitag entführte uns mit seinen Bilder und kleinen Videos in die imposante Welt West-Kanadas. Rauschende Wasserfälle, schneebedeckte Berge, Wildtiere, die vor die Linse liefen und typische Eindrücke aus der Architektur der größeren Städte hat vielleicht manch einem Lust auf eine Reise gemacht. Das Adelberger Reisebüro bietet welche an! Hilfreich und wohltuend waren die immer wieder eingeblendeten Landkarten im Überblick und im Detail, so dass wir Zuhörer auch nicht die Orientierung verloren.

 

Vielen Dank an Gerhard Freitag, dass er uns auf seine langen Reise mitgenommen hat beginnend in Toronto (Stadt) – zu den Niagara Falls - über Land bis Calgary (Alberta) in den Banff und den Nationalpark - Jasper – Kamloops ( British Columbia) - Squamish - Vancouver Island - Viktoria – bis nach Vancouver.

 

Heidi Wiegmann

Schriftführerin NABU Ortsgruppe Adelberg

 

 

 

Naturschätze im Schwäbisch-Fränkischen Wald
Referent: Frank Lauter

Mittwoch, 21. Februar 2024 um 19:30 Uhr in Adelberg, Ev. Gemeindehaus, Friedhofstr. 4

 

Auch die zweite Veranstaltung der NABU Ortsgruppe Adelberg hat die ansehnliche Zuhörerschaft nicht enttäuscht. Frank Lauter hat uns mit seinen beeindruckenden Filmaufnahmen ehrfürchtig staunen lassen. Wer von uns hat vorher schon mal einem Feuersalamander beim Ablaichen zugeschaut? Gesehen wie ein Eisvogel sich den Fisch unter Wasser schnappt , die unverdauten Gräten wieder auswürgt und in großem Bogen seinen Darm entleert? Dem seltenen Laubfrosch konnten wir beim Baumklettern zuschauen; auch wie er sich ein am Baum hängendes Blatt als Schlafstätte auserkor.

 

Farbenfrohe Aufnahmen, kurze eindrückliche Sequenzen, selten beobachtbare Tiere wie den Schwarzstorch beim Füttern seiner Jungen, die Feuerlibelle und viele mehr, die im Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald aufzufinden sind.

 

Spannend war es, in der angeregten Diskussionsrunde zu hören wie Frank Lauter mit viel Zeitinvestition, Geduld und Ausdauer diesen Film in 5 Jahre zustande gebracht hat, was Filmdesign ausmacht, inwieweit die fortschreitende Technik manche Filmaufnahmen erst möglich macht.

 

Nach diesem Film wird jeder mit anderen Augen durch den Welzheimer Wald, den Murrhardter  und Mainhardter Wald, durch die Löwensteiner, Waldenburger und Limpurger Berge und das  Kochertal wandern, die alle zusammen den Schwäbisch Fränkischen Wald ausmachen. Die Spuren der Römer werden wir bewusster aufnehmen und hoffen auch hier und da mal eine der vielen Specht-Arten, Wasseramseln oder frei lebende Waldtiere zu Gesicht zu bekommen.

 

Schön, dass es Menschen gibt die mit Leidenschaft ein Hobby betreiben und das Ergebnis gerne teilen. Der Schlussapplaus war mehr als verdient.

 

 

 

Heidi Wiegmann

NABU Adelberg

 

 

 

 

 

 

 

Vortrag

Greifvögel, Falken und Eulen - heimliche Jäger vor unserer Haustüre Portrait der heimischen Greifvögel, Falken und Eulenarten, Hilfe- und Schutzmaßnahmen
mit Falknerin Sandra Hildebrandt

 

Mittwoch, 17. Januar 2024, 19:30 Uhr in Adelberg, Ev. Gemeindehaus,
Friedhofstr. 4

 

 

Rückblick

 

Eine erfreuliche Anzahl an Zuhörern fand sich zum ersten vom NABU in 2024 organisierten Vortrag am 17.01.24 ein.

 

Kurzweilig, informativ und sehr anschaulich erfuhren wir einiges über die hiesigen Greifvögel, Falken und Eulen und über die Arbeit des Greifvogelzentrums Falconis Filstal e.V.

 

In unserer Region kann man folgende Greifvögel sichten:

 

Mäusebussard, Rotmilan (auch Gabelweihe oder Lumpensammler genannt), Schwarzmilan (liebt Fisch), Habicht (scheut nicht davor andere Vögel zur Revierverteidigung zu töten), Sperber (auch kleiner Habicht genannt) und die seltenen Weihen. Der Wespenbussard ist ein Zugvogel und der Raufußbussard ein Wintergast.

 

Über die heimischen Falken erfuhren wir u. a., dass der Turmfalke im Sturzflug „lahme“ 120km/h hinlegt, und die Mäuse auch auf Grund ihrer Urinspur aufspüren kann. Der stark gefährdete Wanderfalke bringt es im Sturzflug dagegen auf beeindruckende 400 km/h. Der Baumfalke, auch Libellenfalke genannt, hingegen ernährt sich mittels ‚Luftbetankung‘, d. h. er frisst im Flug. Nicht selten begleitet er einen Schwalben- oder Mauerseglerschwarm und holt sich was er braucht.

 

Zu den Eulen zählt der europäische Uhu, der seinen Kopf um 270 Grad drehen kann (- und muss, da die Augen feststehend sind). Dann gibt es noch den niedlichen Waldkauz und die knuffige Waldohreule, deren Jungen sich durch ihr Bettelgeschrei, ein sehr hohes Fieben, bei Anwohnern in Hörweite unbeliebt machen. Der Steinkauz ist stark gefährdet, da sein Jagd- und Nist-Revier, die Streuobstwiesen, immer mehr schwinden. Die Schleiereulen sind gefährdet, weil sie kaum noch Dachstühle in Scheunen und alten Gemäuern auffinden können. Die Sumpfohreule ist ein Wintergast aus Russland. Und wer je einen Sperlingskauz, so groß wie ein Spatz, und einen kleinen Raufußkauz in einem Nadelwald zu Gesicht bekommt, bitte melden!

 

Wie sich welcher Vogel womit ernährt, war interessant zu erfahren. Wie unterschiedlich die Federn der Greifvögel und Eulen sind, was letzteren erlaubt lautlos zu fliegen, konnte man an Feder- Beispiele selber wahrnehmen.

 

Wer denkt schon daran, dass diese Vögel uns sehr nützen bei der Schädlingsbekämpfung und als Gesundheitspolizei? Dass sie, gezielt in der Beizjagd eingesetzt, sehr hilfreich sind z. B. um der Kaninchenplage in städtischen Parks Herr zu werden?

 

Als absoluten Höhepunkt brachten die zwei Falknerinnen, Frau Hildebrandt und Frau Janz  lebendige Greifvögel in den Saal: einen Turmfalken (der ist ja relativ klein!) und einen Uhu (riesig!).

 

Durch eine Sondererlaubnis dürfen sie als ‚Haustiere‘ gehalten werden, da, als Jungvögel aus dem Nest gefallen, der auf einem Auge erblindete Turmfalke genauso wenig in der freien Natur überleben kann, wie die als Jungvogel verletzte Eule, deren gebrochenes Bein am Kniegelenk nicht wieder vollständig hergestellt werden konnte. Als Grifftöter ist sie darauf aber angewiesen.

 

Werden in der Natur aus dem Nest gefallene Küken oder flügge Jungvögel gefunden, sollen sie möglichst zurück ins Nest gesetzt werden (Achtung Handschutz!). Vogeleltern sind das Beste. Wenn dies nicht möglich ist, dann sollte eine fachkundige Stelle angerufen werden, möglichst mit Übersendung eines Fotos. Ebenso bei offensichtlich verletzten Altvögeln.

 

Wir erfuhren: Aufzucht nur durch Fachleute!

 

Ohne falknerische Ausbildung und entsprechendes Training sind fast alle Vogelarten nicht überlebensfähig in der freien Natur.

 

Notfalltelefon: 0178 1112954 für hilfebedürftige Greifvögel, Falken und Eulen, 24 Stunden am Tag – 7 Tage die Woche – 365 Tage im Jahr.

 

Vielen Dank dem Greifvogelzentrum Falconis Filstal e.V. für die ehrenamtliche Tätigkeit, für den wunderbaren Abend.

 

Heidi Wiegmann

Schriftführerin NABU Ortsgruppe Adelberg

 

 

 

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